Habelstein Herbst Rhön
Der Habelstein im Herbst

Die goldene Jahreszeit im Biosphärenreservat

Ein abwechslungsreiches Farbenspiel – der Traum eines jeden Wanderers und Spaziergängers

Der Herbst ist zum Wandern die schönste Jahreszeit, dicht gefolgt vom Frühling, der in der Rhön meist spät einsetzt. Der “Indian Summer” macht sich bereits zum Ende des Septembers farblich bemerkbar. So richtig toll ist das Farbenspiel Mitte Oktober zu erleben.

Warum ist es in der Rhön im Herbst so schön?

Viele Wälder um die Kuppen der Rhön sind Mischwälder. Von rot über alle möglichen Grüntöne bis hellgelb leuchten die Blätter der Bäume. Und die Berge bieten vielerlei Aussichten in Täler und benachbarte Kuppen.

Grund genug, bei schönem Wetter die Wanderschuhe anzuziehen und loszulaufen. Die letzten Jahre war der Herbst in der Rhön warm und sonnig. Hoffen wir, dass es in 2020 auch so herrlich sein wird.

Wie könnt Ihr die Rhön beim Indian Summer am besten genießen?

Neben den bekannten Bergen wie Wasserkuppe, Heidelstein und Milseburg gibt es zahlreiche Alternativen, um die offenen Fernen des Biosphärenreservartes zu genießen. Wir haben Euch sieben Ziele zusammengestellt, die Ihr nahezu ungestört für Euch allein erleben könnt.

Tipp Nr. 1: Der Habelstein bei Tann

Der Habelstein ist ein Basaltfelsen am Habelberg unterhalb des Dorfes Habel. Von hier aus blickt Ihr auf den gegenüberliegenden Boxberg. Links von ihm befindet sich am Horizont gut sichtbar die Milseburg und noch weiter die Wasserkuppe. Unter dem Habelstein blickt man auf den bunten Wald des Habelbergs. Eine alte Bank lädt zum Verweilen ein.

Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Von Tann (Parkplatz “Am Unsbach” neben dem Wohnmobilstellplatz) über den mit einem rot markierten Wanderweg.
  • Oberhalb von Habel am Kettenborn (Parkmöglichkeit), ebenfalls der roten Wegmarkierung bergauf folgen. Vom Kettenborn hat man auf dem Wanderweg Richtung Habelstein einen wunderschönen Blick ins Ulstertal.
  • Nördlich von dem Dorf Meerswinden aus über den Seelesberg.

Habelstein Rhoen Karte
Habelberg mit Habelstein

Aussicht:

Bewertung: 4 von 5.

Erlebniswert:

Bewertung: 4 von 5.

Gastronomie in der Nähe


Tipp Nr. 2: Die Bubenbader Steine nahe der Milseburg

Die Bubenbader Steine liegen nahe dem Wanderweg zwischen Milseburg und Grabenhöfchen auf einer Höhe von 758 Metern. Wenn man von der Milseburg kommend in den Wald läuft, liegen die Steine etwa 100 Meter nach dem zweiten Abzweig eines Waldweges (rotes Dreieck Wandermarkierung) links.

Hat man die Steine erklommen, erwartet Euch ein schöner Blick in nördlicher Richtung, mit der Milseburg und dem Stellberg, in östlicher Richtung den Vogelsberg und in südlicher Richtung die Wasserkuppe. Leider gibt es keine Bank, aber auf den Steinen sitzt es sich sehr gut.

Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Der Aufstieg ist nur geübten Wanderern zu empfehlen. Offiziell gibt es keinen Weg zu den Bubenbader Steinen. Es existiert ein Trampelpfad, der etwa nach 100 Metern auf dem abzweigenden Wanderweg im Wald beginnt.
Bubenbader Steine
Bubenbader Steine Karte

Aussicht:

Bewertung: 4 von 5.

Erlebniswert:

Bewertung: 4 von 5.

Gastronomie in der Nähe


Tipp Nr. 3: Der Soisberg bei Ufhausen

Der Soisberg gehört zum Hessischen Kegelspiel und liegt im nördlichen Teil der Kuppenrhön. Der 530 Meter hohe Berg hat einen Aussichtsturm, der eine herrlichen Rundumblick bietet. Im Herbst sind bei guter Fernsicht im Norden der Hohe Meißner zu sehen. In westlicher Richtung sind der weit entfernte Rimberg zu erkennen sowie der Vogelsberg. Südlich die restlichen Hügel des Kegelspiels und die Hochrhön. Östlich blickt man vor allem auf den Dietrichsberg, den Öchsen und den Baier.

Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Von Soislieden (Parken im Dorf) der Ausschilderung folgen (kürzeste Route).
  • Von Ufhausen (Parkplatz am Ende der Holzgasse) den Feldweg bergauf folgen. Ab dem Wald ist der Turm ausgeschildert.
  • Nördlich vom Hof Thalhausen (längster Aufstieg), parken auf einem Feldweg.
Soisberg Karte
Karte vom Soisberg

Soisbergturm in 360-Grad-Ansicht

Soisbergturm – Spherical Image – RICOH THETA


Aussicht:

Bewertung: 5 von 5.

Erlebniswert:

Bewertung: 5 von 5.

Tipp Nr. 4: Der Rößberg bei Ketten

Der Rößberg bei Ketten ist ein eher unscheinbarer Berg mit 639 Metern Höhe. Er liegt unmittelbar an der hessisch-thüringischen Grenze. Von weitem ist das Kreuz zu sehen, aber nur von der thüringischen Seite. Dadurch, dass der westliche Teil baumfrei ist, bietet sich der Berg als schöner Aussichtspunkt an. Außerdem lädt ein überdachter Rastplatz zum Verweilen ein.

Auf seinem Gipfel lässt sich sehr schön auf den Habelberg bei Tann blicken und weiter links im Ulstertal der Roßberg. Ebenso beeindruckend zu sehen ist der Bergrücken bis zum Rockenstuhl. Nördlich ist der Gehilfersberg bei Rasdorf zu erblicken sowie der Soisberg.

Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Vom Wanderparkplatz an der Bildtanne führt der Grenzweg hinauf. Im oberen Teil verläuft der Wanderweg mit der 3er-Markierung zum Gipfelkreuz. Aufstieg etwa 20 Minuten.
  • Von Ketten (Parken in der Ortsmitte) dem Weg mit der 3er-Markierung folgen. Aufstieg ca. 30 Minuten.

Rössberg Ketten Rhoen
Karte vom Rößberg

Aussicht:

Bewertung: 3 von 5.

Erlebniswert:

Bewertung: 3 von 5.

Tipp Nr. 5: Via-Regia-Turm bei Großenbach

Der Via-Regia-Turm bei Großenbach ist ein markanter Aussichtspunkt in einer Höhe von 400 Metern. Von dem modernen Turm, der auf dem künstlich aufgeschütteten Rößberg (noch ein Rößberg!) steht, lässt sich das Hessische Kegelspiel gut überblicken.

Die Aussichtsplattform bietet mit den Panoramakarten eine gute Orientierung in alle Himmelsrichtungen. Ein fest installiertes Fernrohr erlaubte weite Blicke in Richtung Burghaun und Neuhof.

Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Am Ortsausgang von Hünfeld oberhalb der Bundespolizei führt die Straße Richtung Molzbach. Auf der Anhöhe führt links eine geteerte Straße zum Rößberg. Fährt man die Straße bis zu Ende, erreicht Ihr den Wanderparklatz. Von hier aus sind es 15 Minuten zum Turm.
  • Von Großenbach führt über die Rößbergstraße (Parkmöglichkeit an der Straße) ein Feldweg links den Berg hinauf.

Via Regia Turm Karte

Aussicht:

Bewertung: 5 von 5.

Erlebniswert:

Bewertung: 3 von 5.

Tipp Nr. 6: Die Wiesenthaler Schweiz bei Wiesenthal

Die Wiesenthaler Schweiz trägt ihren Namen aufgrund der Kalkmagerrasen-Flächen mit ihren Wacholdersträuchern. Hier gibt es überall Aussichtspunkte. Die Sicht von Wiesenthal auf den bewaldeten Bergkamm unterhalb des Neubergs ist ansich schon herrlich. Es lohnt sich einen Sparziergang oberhalb des Dorfes zu beginnen, der im Bogen am Waldrand über den Sportplatz wieder zurückführt.

Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Kurz vor dem Ortseingang Wiesenthal vom Rhönhof kommend biegt man rechts auf den Weg mit dem roten Dreieck ein. Am Waldanfang ist ein Wanderparkplatz. Einfach dem Weg links am Waldrand folgen.
Wiesenthaler Schweiz Karte

Aussicht:

Bewertung: 4 von 5.

Erlebniswert:

Bewertung: 4.5 von 5.

Tipp Nr. 7: Der Dolmar bei Kühndorf

Der Dolmar liegt schon außerhalb des Bisophärenresevats Rhön Richtung Thüringer Wald gelegen. Was den 700 Meter hohen Berg ausmacht, ist der Ausblick auf den östlichen Teil der Rhön. Beim Aufstieg über Kühndorf hat man die ganze Zeit die Hohe Geba im Blick. Der Berggasthof Charlottenhaus lädt zur Rast ein.

Vom Gipfel des Berges ist in Richtung Südwest die Wasserkuppe gut zu erkennen. Im Nordwesten ist der Baier zu sehen. Südlich ragen die Gleichberge am Rande des Grabfelds hervor.

Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Von Kühndorf (Parken an der Kirche) der Dolmarstraße folgen. Nach ca. einem Kilometer kommt eine Weggabelung die links in einen Wanderweg zum Dolmar führt. Aufstieg ca. 1,5 Stunden.
  • Der Dolmar kann auch direkt mit dem Auto angefahren werden. Parkplätze sind am Berggasthof vorhanden.
Dolmar Karte
Karte vom Dolmar

Aussicht:

Bewertung: 4 von 5.

Erlebniswert:

Bewertung: 3 von 5.

Tipp: die digitalen Wanderkartenausschnitte stammen von Reit- und Wanderkarte, einer topografischen Wanderkarte basierend auf der OpenStreetMap.