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Burgruine Auersburg - Hilders
Burgruine Auersburg in Hilders
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Die Burgruine Auerbsurg in Hilders
Auersburg - Burgruine Hilders
Die Burgruine Auersburg auf dem Auersberg liegt auf 738m über NN und blickt auf den Ort Hilders herab.

Geschichte der Auersburg
Ca. 1120
Vermutlich durch einen Henneberger wird die Anlage im Stil einer Ritterburg erbaut.
1214
Erste urkundliche Erwähnung. Die Burg wird von den Herren von Nithardshusen (= Neidhartshausen, sechs Kilometer nordostwärts von Tann an der Straße von Kaltennordheim nach Vacha gelegen), also einem Henneberger, an das Kloster Fulda verkauft.
Ca. 1270
Die Burg ist als fuldisches Leben im Besitz der Herren von der Tann.
Ca. 1290
Nach der Zerstörung der Burg Eberstein auf dem Tannenfels wird zum erstenmal das Bistum Würzburg als Besitzer genannt, nachdem schon in 1255 der erste urkundlich erwähnte würzburgische Pfarrer in Hilders war.
1325
In einer Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Klerus
und der Bürgerschaft erwirbt Graf Berthold VII. von Hennebeg die Auersburg. Der Verfall beginnt.
1342
Würzburg wird als Folge der konsequenten Burgenpolitik des Bischofs Otto II. von Wolfskeel endgültig Eigentümer der Auersburg. Trotzdem verfällt die Burg weiter.
1354
Es beginnt der Neubau der Auersburg als Amtsschloß durch Fürstbischof Albrecht II. von Hohenlohe. Er folgt seinem Vorgänger in der Burgenpolitik zum Schutz der äußeren Grenzen des Bistums. Trotz zahlloser Fehden, der zweiten Pestepidemie und anschließender blutiger Judenverfolgung und einer weiteren Verschuldung des Fürstbistums betrachtet er die Nordgrenze zu Henneberg als vordringlich.
1419
In der Zeit des größten Niedergangs des Bistums verpfändet Johann II. v. Brunn, Fürstbischof von Würzburg und Herzog von Franken, das neuerbaute Schloß Auersberg an die Brüder von Eberstein und die Herren von der Tann.
1447
Der Amtmann auf dem Schloß bekommt erweiterte Rechte alsZentgraf, Zunftrichter und Forstmeister.
1454
Die Verpfändung des Schlosses an die Brüder Eberhard, Mangold, Karl-Peter und Gerlach von Eberstein und Heinrich von der Tann wird erneuert.
1477
Es treten Lehensstreitigkeiten auf. Der Großteil der Hilderser Flur zum Rhönwald hin ist kein Lehen, sondern Eigentum der Ebersteiner zu Ginolfs. Die Herren von der Tann sind am Zentgericht beteiligt. Fürstbischof Rudolph von Scheerenberg schlichtet den Streit.
1525
In der Woche vom 17. bis 25. April brennen die Innengebäude während des Bauernkrieges ab. In Hilders gab es keine Aufrührer. Die Brandstifter werden unter einem Bauernhaufen vermutet, der von Tann nach Oberelsbach zog, nach späterer Gefangennahme aber mangels Beweisen freigesprochen wird.
1542
Die Burg ist noch teilweise bewohnbar. Der Amtmann heißt Heinz von Wechmar.
1579
Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn läßt den bewohnbaren Teil reparieren. Die von der Tann verlieren ihren Anteil am Amt und Zentgericht, behalten aber das Jagd- und Fischrecht im Amt Auersberg als Pächter.
1585
Das Schloß wird als Amtssitz aufgegeben, aber noch bewohnt. Amtmann Jakob Wertzner kauft das große Haus des Heinrich Spiegel und verlegt den Amtssitz nach Hilders. Die Gewölbe sind noch erhalten.
1634
Während des 30jährigen Krieges leben die Bewohner des Herrenhofes 14 Tage lang aus Furcht vor Soldaten des schwedischen Obersten Brangler auf der Burg und verbergen ihre Habe in den Gewölben.
1635
Die Pest wütet in Hilders. 371 Menschen sterben im Zeitraum von zwei bis drei Monaten. Der Herrenhof über der Burg besteht noch.
1686
Die restlichen Innengebäude werden abgebrochen. Es stehen noch die Umfassungsmauern.
1790
Die äußere Vormauer und ein Teil des Inneren dienen als Steinbruch für Neubauten in Hilders wie Pfarrkirche und andere Steinbauten im Ort und am Sandenhof. Die seit 1722 angelegten Äcker und Wiesen hinter dem Auersberger Schloß, über und unter der Burg, werden zugunsten des Waldes aufgegeben.
1803
Die Ruine und der Amtsbezirk kommen im Rahmen der Säkularisation zu Bayern
1848
Im Revolutionjahr verbietet die königlich bayerische Regierung die weitere Abfuhr von Steinen. Der verschüttete Eingang wird freigelegt, der vordere Teil des Innenraumes vom gröbsten Schutt geräumt und das erste Waldfest in der Ruine gefeiert.
1865
Weitere Aufräumungsarbeiten folgen, und Burgfeste werden abgehalten.
1867
Nach dem deutschen Einigungskrieg kommt die Auersburg im neuen Kreis Gersfeld an Preußen
1876
Der Rhönklub wird gegründet (Sektion Hilders/Tann), erste Mauerwerksreparatur erfolgt.
1879
Am 24. Juni (Johannistag) werden der restaurierte Eingang, der in einer Holzkonstruktion errichtete Aussichtsturm mit Schutzdach sowie der Zugang zum Rest eines alten Gewölbekellers und zur weiter aufgeräumten Innenburg im Rahmen eines großen Rhönklubfestes ihrer Bestimmung übergeben.
1914
Erneute Reparaturen an Tor, Fenstern und Mauer sind notwendig, ebenfalls 1932 und 1940.
1957
Es beginnen die jüngsten Hauptreparaturen bis (in Abständen) zum Jahre 1969. Der hölzerne Aussichtsturm wird durch eine Massivtreppe ersetzt, fehlendes Mauerwerk ergänzt und die Mauer beidseitig verfugt. Eine Betonabdeckung schützt die Mauer von oben.
Im Inneren der Auersburg werden 1991 vom Naturpark Rhön zusammen mit dem Schirmherrn der Burg, der hessischen Forstverwaltung, eine Schutzhütte errichtet, stabile Bänke gesetzt und notwendige Kleinausbesserungen vorgenommen.
Text von: Franz Etzel, Hilders
Karte/Lage/Anfahrt zur Burgruine Auersburg
Von Hilders in Richtung Tann fahrend, liegt die Burgruine Auersburg rechterhand, Parkplätze sind ausgeschildert. Oder man gelangt zu Fuß von Hilders über den Struthof zur Auersburg.
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